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Kinder und Longboarden: Ein sicherer Einstieg

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Das Wichtigste in Kürze
  • Beim Kauf eines Longboards für Kinder sind die Form, Bauart und Länge entscheidend, mit einer Präferenz für kurze Cruiser und weichen Flex des Decks.
  • Die Qualität des Decks und die Größe der Rollen sind wichtig, wobei größere Rollen für Anfänger vorteilhaft sind.
  • Longboarden fördert die körperliche und mentale Gesundheit von Kindern; es ist essentiell, geeignete Schutzausrüstung zu tragen und Sicherheitsregeln zu befolgen.

Worauf achten beim Kauf?

Die Form und Bauart spielen eine entscheidende Rolle

Form und Bauart

Bevor Du Dich für ein Longboard für Kinder entscheidest, gibt es wesentliche Aspekte zu beachten.

Die Form und Bauart spielen eine entscheidende Rolle.

Du hast die Wahl zwischen Cruisern und Carvern, die sich durch ihre Flexibilität auszeichnen und ideal für die Stadt sind, Downhill-Boards mit ihrem tiefen Schwerpunkt für rasante Abfahrten und Freeride-Boards, deren Enden schmal zulaufen und die perfekt für Slides und Tricks geeignet sind.

Länge des Longboards

Die Länge des Longboards beeinflusst ebenfalls das Fahrverhalten: Ein längeres Board bleibt auch bei schneller Fahrt stabil, während ein kürzeres Board sich besser für Tricks eignet.

Besonders für Kinder sind kurze Longboards oder Cruiser empfehlenswert. Mit zunehmendem Gewicht des Kindes oder Teenagers sollte auch die Größe des Boards angepasst werden.

Deck

Nicht zuletzt ist das Deck und dessen Flex wichtig. Ein qualitativ hochwertiges Deck besteht meist aus Bambus- oder Ahornholz, oft verstärkt durch Harz oder Fiberglas, was das Longboard robuster macht.

Der Flex des Decks beschreibt seine Biegsamkeit und Reaktion auf Belastungen. Für Kinder sind Boards mit einem weichen Flex (Flex 3) ideal.

Rollen

Auch die Rollen sind ein entscheidender Faktor: Kleinere Rollen ermöglichen eine schnellere Beschleunigung und erleichtern das Bremsen sowie Sliden. Große Rollen hingegen bieten mehr Stabilität bei hoher Geschwindigkeit.

Für kleinere Kinder sind anfangs größere Rollen vorteilhaft, da sie nicht nur stabiler sind, sondern auch langsamer beschleunigen.

Positive Gesundheitseffekte

Das Erlernen des Longboardens verbessert die Körperhaltung

Kinder von heute verbringen oft zu wenig Zeit im Freien, ein Umstand, der neben anderen Faktoren dazu beiträgt, dass jedes fünfte Kind in Deutschland und Österreich mit Übergewicht zu kämpfen hat – und die Zahlen steigen weiter.

Ein Großteil dieses Problems lässt sich auf Bewegungsmangel zurückführen, der eine Vielzahl von Krankheiten nach sich ziehen kann, darunter einige mit chronischem Verlauf und langfristigen Schäden.

Sport könnte hier eine entscheidende Rolle spielen, um diesen Trend umzukehren.

Deshalb sollten Eltern ein Interesse ihrer Kinder an Longboards begrüßen und sie in diesem Hobby bestärken. Longboardfahren ist nicht nur unterhaltsam, sondern bietet auch ein Ganzkörpertraining, das nicht als solches wahrgenommen wird.

Vor allem die Freude, die Kinder beim Sport empfinden, ist entscheidend, um Langeweile und dem Verlust der Motivation entgegenzuwirken.

Hier die wesentlichen gesundheitlichen Vorteile des Longboardens für Kinder:

1. Krafttraining für den ganzen Körper:

Das wiederholte Anstoßen beim Longboardfahren kräftigt nicht nur Waden und Gesäß, sondern fordert durch die Notwendigkeit, das Gleichgewicht zu halten, den ganzen Körper.

Dies verbessert die Körperspannung und trainiert Bauch, Brust und Arme.

2. Stärkung von Selbstbewusstsein:

Das Erlernen des Longboardens verbessert die Körperhaltung, fördert Geduld und Konzentration und stärkt das Selbstbewusstsein. Es hilft auch dabei, neue Freundschaften zu schließen.

3. Steigerung der Ausdauer:

Durch das Wechselspiel von Anstrengung und Erholung beim Pushen des Boards wird die Ausdauer effektiv verbessert, was schon nach kurzer Zeit sichtbare Erfolge bringt.

4. Förderung von Beweglichkeit und Motorik:

Eine Studie hat gezeigt, dass mehr als ein Drittel der Kinder in Deutschland Probleme mit der Motorik haben.

Longboardfahren fördert Motorik und Beweglichkeit und verbessert die Flexibilität der Muskulatur.

5. Ganzheitliches Herz-Kreislauf-Training:

Die positiven Effekte von Cardio-Training auf die Gesundheit sind bekannt und führen unter anderem zu einem niedrigeren Blutfettspiegel und einem reduzierten Risiko für Herzinfarkte.

Longboardfahren im Freien verbessert zudem den Sauerstoffgehalt im Blut.

6. Mentaler Ausgleich und Stressabbau:

Der Satz „In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist“ ist auch heute noch gültig.

Longboardfahren ermöglicht geistige Entspannung und kann den Schlaf verbessern, was für die Gesundheit der Kinder essenziell ist.

Verletzungsrisiko beim Longboarden reduzieren

Die Sicherheit Deines Kindes hat beim Longboardfahren oberste Priorität.

Longboarding birgt, wie jede Sportart, gewisse Risiken, und besonders Kinder neigen dazu, Gefahren zu unterschätzen und sich ungestüm ins Vergnügen zu stürzen.

Unfälle passieren bei Longboard-Anfängern besonders häufig in der Anfangsphase.

Daher liegt es in der Verantwortung von uns Erwachsenen, dafür zu sorgen, dass Kinder von Anfang an mit der richtigen Schutzausrüstung ausgestattet sind.

Dazu gehören unbedingt ein Helm, Handgelenkschützer, Ellbogen- und Knieschoner. Für alle, die das Verletzungsrisiko weiter senken möchten, empfiehlt sich zusätzlich ein Rückenprotektor.

Es ist entscheidend, dass die Schutzausrüstung richtig sitzt und die passende Größe hat. Ein zu großer Helm bietet keinen ausreichenden Schutz, da er bei einem Unfall verrutschen kann.

Ein zu kleiner Helm wiederum kann unangenehm drücken und Kopfschmerzen verursachen. Achte darauf, dass der Helm gut sitzt und der Gurt korrekt eingestellt ist. Er sollte ein Dreieck um die Ohren bilden, ohne sie zu berühren.

Zusätzlich sollten Kinder beim Longboarden helle Kleidung tragen, um im Straßenverkehr besser sichtbar zu sein.

Dies ist besonders wichtig, da Autofahrer und Fahrradfahrer oft nicht an Longboarder im Verkehr gewöhnt sind.

Regeln für Kinder festlegen

Bei der Ausübung des Longboardens ist es unerlässlich, mit Deinem Kind verbindliche Regeln zu vereinbaren, um seine Sicherheit zu gewährleisten.

Diese Regeln sollten altersgerecht besprochen und verstanden werden:

  1. Schutzausrüstung ist Pflicht: Helme, Handgelenks-, Ellbogen- und Knieschoner müssen immer getragen werden.
  2. Langsamer Einstieg: Dein Kind sollte langsam beginnen und seine Fähigkeiten nicht überschätzen.
  3. Je nach Alter: nur in Gruppen fahren: Besonders für jüngere Kinder ist es sicherer, in Gruppen und unter Aufsicht zu fahren.
  4. Auf den Verkehr achten: Vorsicht an Fußgängerüberwegen und generell im Straßenverkehr.
  5. Kein Smartphone: Ablenkungen wie das Smartphone sind beim Fahren tabu.
  6. Helle Kleidung tragen: Um besser sichtbar zu sein, sollte Dein Kind helle Kleidung tragen.
  7. Vorsicht bei Regen: Bei nassen Bedingungen erhöht sich die Rutschgefahr.
  8. Festes Schuhwerk: Zum effektiven Bremsen ist festes Schuhwerk erforderlich.

Diese Regeln sollen nicht den Spaß nehmen, sondern vielmehr ein sicheres und verantwortungsvolles Longboarden ermöglichen.

Es ist wichtig, dass Dein Kind versteht, warum diese Regeln notwendig sind und sich aktiv daran beteiligt, sie einzuhalten.

Weiterführende Literatur und Quellen

  1. Bildquellen: depositphotos.com

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